Gedicht danke das ich dich kennenlernen durfte

Gedicht danke das ich dich kennenlernen durfte
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Ich setze mich also auf meine Carbonschleuder und fahre durch die milde Luft gen Westen, im Schein der frühlingshaft leuchtenden Sonne. Es handelt sich also um eine kitschige Inszenierung, ohne Rücksicht darauf, was man mit Aufblasen und Hinfahren und Reduplikation von patriarchalischer Herrschaft gesellschaftlich so alles anrichtet.

Ich habe kein Mobilgerät dabei, ich radle so dahin und bin unter anderen Menschen, die nichts in ihre Mobilgeräte tippen. Ich komme näher, und da sitzen unter den Herzen zwei an einem Bach, machen Picknick, und auf der Decke steht noch nicht einmal “Save the World” oder “All men must die.” Sie sitzen da, kuscheln sich aneinander und sind ganz ohne Internet und der Möglichkeit, über ihr Fehlverhalten zu reflektieren – glücklich. Es mag sein, dass es mitunter auch Stress ist, aber es sieht wirklich nicht so aus – sie geben sich dann eben Mühe. Aus Sympathie, die man im Internet allenfalls für Katzen, Pinguine, Füchse, Migranten und Eulen empfinden darf, damit es politisch zulässig und kein Anlass zum Hohn ist.

Hier findet Ihr mich auch: Die letzten Wochen war Kurszeit in der Rosenrotwerkstatt.

Es ist immer sehr kommunikativ, bereichernd und schön.Die Puppen, die dabei entstehen, werden ganz besonders geliebt und geschätzt.Ich will offen gesagt gar nicht wissen, wie es ist, mit Leuten zu schlafen, die daheim Schreine für Stalin und alle Werke des intersektionellen Feminismus haben.Und ganz ehrlich, wer sich an so einem Tag mehr Gedanken über das Schicksal ostafrikanischer Landarbeiter als über das Strahlen in den Augen seiner Liebsten macht – der ist vermutlich Single und verwest irgendwann allein und vergessen vor einem Fernseher des Wahrheitsministeriums, der die neuesten Fakten vom Team Gina-Lisa und der besonderen Ungefährlichkeit der Migranten im Vergleich zum Oktoberfest verkündet, sowie das Verbot der Farbe Pink ausser für Männerröcke.Aber ich habe eine Bekannte, von der ich weiss, dass sie an diesem Tag vermutlich keine Blumen bekommt, und sie hat mir gesagt, dass es auch wirklich nicht nötig ist, sie habe schon welche. Die eine ist, dass sie ebenfalls zu den Ablehnenden gehört.

Die andere ist der Grund, warum ich um vier Uhr auf das Rad steige und losfahre. Ich fahre entlang der alten Apfelbaumallee, der Sonne entgegen, und vielleicht bemitleiden mich auch welche, weil ich wirklich, auffällig, allein unterwegs bin, an diesem Tag. Jemand hat herzförmige Luftballons aufgeblasen, die aus Kunststoff und daher sicher umweltschädigend und nicht nachhaltig sind. Ausserdem sind das keine echten Herzen wie das blutüberströmte echte Organ, das mir im Internet in den Weg gespült wurde.Dass ich den Titel “Pralinen, Rosen, Küsschen, Prügel: Nein, danke! Hoflieferanten essen, ohne innerlich den Genossen Lenin um ein Tschekisten-Erschiessungskommendo anzuflehen.” im Neuen Deutschland lesen würde, hat mich nicht sonderlich überrascht, denn die Leute dort sehen mir nicht so aus, als könnten sie eine Praline vom ehem. Aber auch die Stuttgarter Nachrichten aus dem grün regierten Schwaben- und Badenland verweisen auf das Elend der Rosenzucht in Afrika, ohne auch nur ein einziges Mal auf das Elend der viel gängigeren Gemüsezucht für Deutschland zu verweisen. Und jede Redaktion hat jemanden, der den Lesern sagt, wie falsch das alles ist. Ich sehe keinerlei Trophäenbilder von Frauen, die zeigen, was sie an Blumen bekommen haben. Ich lese, dass Liebe letztlich nur auf drei Chemikalien beruht. Ich lese davon, dass Hunde eh viel bessere Partner sind.Ich will das nicht weiter beurteilen, vielleicht gibt es einfach eine Schweigespirale, die die Romantischen zum Verstummen bringt, oder manchen schmeckt Toffifee wirklich besser als das, was der Lengmüller kann.Möglicherweise bezahlen Onlinejournalistinnen stolz ihre Kakteen und das geliebte Plankton selbst und planen schon einen Betrag, wie abscheulich Ostern ist, und das Geheuchel zu einem Fest, an das eh keiner mehr glaubt.Genpoolreduktion durch Onlinejournalisten, Facebook und Twitter wäre mal ein gutes Thema, aber ich muss schnell zurück in die Stadt, um beim Floristen meiner Wahl noch etwas zu besorgen, und ich muss auf all die Paare aufpassen, die noch unterwegs sind. Gleich nach mir betritt noch jemand den Laden, und ich fühle Blicke im Rücken. Ich erkläre mein Anliegen – einen Strauss als Erklärung grösster Sympathie, aber nicht als blumengewordene Aufforderung zur Vereinigung – und lasse mir einen Nelkenstrauss machen.